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BIM

Was ist BIM?
BIM ist eine vielbesprochene Methode in der modernen Designwelt. BIM steht für 'Building Information Modeling', zu Deutsch: Gebäudedatenmodellierung. BIM ist mehr als dreidimensionales Zeichnen, es ist der nächste Schritt in der Entwicklung des Designprozesses, eingreifender als der Schritt vom Zeichentisch zum CAD. BIM ist ein digitales 3D-Gebäudemodell, das mit allen relevanten Informationen versehen ist. Durch diese Informationen 'wissen' die Objekte in dem Modell genau, was und wo sie sind: Säulen, Balken, Böden, Mauern, Türen, Fenster, Installationen, Kanäle usw. Diese Informationen werden in allen Bauphasen genutzt, von der Designphase bis zur Ausführungsphase.

 

Little BIM und BIG BIM
Man spricht von 'Little BIM', wenn ein Designer ein Bauinformationsmodell erstellt, wie man früher eine CAD-Zeichnung erstellt hat. Der Designer ergänzt das Modell mit Informationen zur Ausführung und gibt dieses Modell an den Konstrukteur und den Installationsberater weiter. Beide ergänzen jeder für sich und auf ihre eigene Weise ihr Design.
Bei einem 'BIG BIM' arbeiten die Designer gleichzeitig an dem Modell. Die Informationen, die das Modell enthält, werden für eine adäquate Gebäudeverwaltung in der Zukunft genutzt.

 

Neue Vereinbarungen
Der BIM-Prozess ist die Zusammenarbeit zwischen den Designern, dem Auftraggeber und allen anderen beteiligten Parteien. Vor Projektbeginn müssen Vereinbarungen getroffen werden über die Einteilung des Designprozesses in verschiedene Phasen und die entsprechenden Genehmigungszeitpunkte des Auftraggebers. Die gebräuchliche zeitliche Abstufung und Planung eines Projekts können in einem BIM-Prozess nicht gut eingesetzt werden. Die traditionellen Vor- und Schluss-Designphasen werden zusammengeführt. Die Projektvereinbarungen beziehen sich auf das Ausführungsniveau (LOD – Level of Detail) und werden auf einer Skala von 100 bis 500 angegeben. ToornendPartners nimmt diese Vereinbarungen in einem BIM-Protokoll auf. In einem BIM-Protokoll werden zudem Vereinbarungen über die Aufgabenverteilung, die Verantwortlichkeiten und Arbeitsvereinbarungen, die Modell-Verwaltung, Clash Control, Präsentation und Visualisierung, Änderungsmanagement usw. festgehalten. Die Branchenbedingungen DNR2011 und die Standard-Aufgabenbeschreibung STB2009 müssen an den BIM-Prozess angepasst werden. Dies gilt auch für die UAV (Uniform Administrative Conditions). Die unabhängige Organisation TNO bereitet diese Anpassungen derzeit vor.

 

Nachhaltig bauen in BIM
Bei der Erarbeitung von nachhaltigen Bauentwürfen kann BIM eine wichtige Rolle spielen. Durch eine ständige Erhöhung des Energieeffizienzstandards ist es sinnvoll, bereits zu Beginn des Bauentwurf-Prozesses Tageslicht-, Isolations- und Ventilationsberechnungen durchzuführen. Mit einem BIM-Modell können bereits zu einem frühen Zeitpunkt im Bauentwurf-Prozess Simulationen und Berechnungen wie etwa zur Wasserspeicherung und Isolation sowie zur passiven Beheizung oder Kühlung angestellt werden.

 

Koordination
Die Vorteile des BIM können nur durch die Zusammenarbeit aller Beteiligten am Entwurfs- und Bauprozess genutzt werden. Dazu müssen alle Beteiligten gute Vereinbarungen miteinander treffen, vom Auftraggeber und Architekten bis zum Bauunternehmer und Subunternehmer. Diese Vereinbarungen bilden die Basis für ein erfolgreiches BIM-Projekt: ein gut durchdachter Entwurf, der ganz den Wünschen und Ambitionen des Auftraggebers entspricht, eine effiziente Ausführung mit reduzierten Nichterfüllungskosten und adäquatem Gebäudemanagement.

Referenties

 

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